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Rottenstein

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Von Rottenstein aus hat man einen schönen Ausblick nach Südwesten in das Haßbergevorland. Oberhalb des malerisch gelegenen gleichnamigen Ortes (3 km nordwestlich von Hofheim-Eichelsdorf) befindet sich am Burgen- und Schlösserwanderweg der Burgstall Rottenstein, dessen Geschichte bis ins frühe Mittelalter (8.-10. Jhd.) zurückreicht.

Rottenstein gilt auch als Lieblingsaufenthalt des dichtenden Friesenhausener Pfarrers Johann Baptist Hofmann, (Gedenktafel an Haus-Nummer 7), der das Haßgaulied getextet und vertont hat.

Geschichte:

Rottenstein ist heute der kleinste Ortsteil von Aidhausen, eigentlich eine ehemalige Dependance der früheren selbstständigen Gemeinde Friesenhausen, die Rottenstein als nicht geringe „Aussteuer” mit in die Ehe mit Aidhausen brachte. Der Ort, mit damaliger Burg Rotenstein hat eine geschichtsträchtige Vergangenheit . Dort saß das Zentrum der Verwaltung für den Haßgau erfahren wir aus einem Zeitungsartikel, den Paul Sörgel im Jahr 2000 im Boten vom Haßgau veröffentlichte. Die Burg Rotenstein wurde wohl im 11./12. Jahrhundert erbaut. Erste Besitzer waren die Grafen von Wildberg. Durch Erbvertrag kam die Veste an die Henneberger. Graf Berthold v. Henneberg fasste die eigenen und die ehemals wildbergischen Besitzungen im Haßgau als Amt Rotenstein zur gemeinsamen Verwaltung zusammen. Bischof Albrecht II von Würzburg konnte nach Erbstreitigkeiten unter den Hennebergern einen Großteil davon für 90.000 Gulden erwerben. Von 1390 an war das Amt Rotenstein verpfändet, was für die Fürstbischöfe, die währen des 15. Jahrhundert immer in Finanznöten waren eine wichtige Einnahmequelle bedeutete. Nachdem unter Bischof Rudolf v. Scharenberg und seinem Nachfolger Lorenz von Bibra die Schulden des Hochstifts weitgehend getilgt waren, wurden die Ämter nicht  mehr verpfändet sondern besoldete Amtmänner eingesetzt, die alle Einkünfte in das Hochstift abführen mussten.  Im Jahre 1525 wurde die Burg von aufständischen Bauern des Bildhäuser Haufens geschleift und nicht wieder aufgebaut. Bischof Konrad von Thüngen ließ als Verwaltungssitz unterhalb von Rotenstein im Weiler Rottenstein einen Amtshaus erbauen. Bedingt durch die Auflagen des Westfälischen Friedens war eine Umorganisation der Hochstiftverwaltung im Haßgau erforderlich. Das Amt Rotenstein  wurde geteilt und daraus das Amt Stadtlauringen und das Amt Hofheim gebildet. Von den Einwohnern von Rottenstein wurden die Ruinen der niedergerissenen Burg später als Baumaterial verwendet. Heute sind die Mauern der Burg nur noch zu ahnen. Der Ort, wo sie einst stand ist,  einer der schönsten Aussichtspunkte von den Höhen des Hassberges in das fränkische Land, zu Rhön und Steigerwald.

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