Burgstall Rottenstein

Burgentyp:

Höhenburg, Spornlage

Erhaltungszustand:

Burgstall

Ständische Stellung:

Grafen, Ministeriale

Bauweise:

Quader

Ort:

Aidhausen-Rottenstein

Höhe:

410 m ü NN

 

Der Burgstall Rottenstein liegt östlich des gleichnamigen Dorfes Rottenstein, einem Ortsteil von Aidhausen im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die Veste wurde nach ihrer Zerstörung im Bauernkrieg nicht wieder aufgebaut, und ist heute bis auf den Halsgraben und Geländespuren verschwunden.

Geografische Lage
Die Ruine befindet sich etwa 440 Meter östlich der Ortsmitte von  Rottenstein, im Wald auf einem nach Süden gerichteten Bergsporn.
Heute führt ein Wanderweg zur Schwedenschanze, ein frühgeschichtlicher Ringwall mit Aussichtsturm, durch den  Halsgraben der ehemaligen Burg. Der Burgplatz selbst wird nur selten  besucht.

Geschichte
Die Burg gehörte ursprünglich den Grafen von Henneberg. Elisabeth von Henneberg war die Gemahlin des Grafen Eberhard von Württemberg, der die Herrschaft 1354 an das Hochstift Würzburg verkaufte. Der Rot(t)enstein diente in der Folge als Würzburgischer  Amtssitz, der 1525 während des Bauernkrieges durch die Aufständischen  zerstört wurde. Nach der Niederschlagung der Revolte errichteten die  Würzburger unterhalb des Burghügels ein neues Amtshaus. Die Burg wurde  aufgelassen und als Steinbruch ausgebeutet.
Als Dienstmannen saßen im Mittelalter die Zollner von Rottenstein auf der geräumigen Veste. Konrad Zöllner von Rotenstein, ein Angehöriger dieser wohlhabenden Familie war sogar von 1382 bis 1390 Hochmeister des Deutschen Ordens.

Burgstall

Beschreibung

Die Burg wurde auf einem Vorberg der Haßberge angelegt, der an drei Seiten durch die natürlichen Steilabfälle gut  geschützt war. Im Norden ist der Burgplatz durch einen tiefen Halsgraben vom ansteigenden Hinterland abgetrennt. Der Ringmauer war zusätzlich ein weiterer Graben vorgelegt, der noch gut im Gelände zu verfolgen ist. Ein Schutthügel im Norden der Kernburg deutet auf den Standort eines quadratischen Bergfriedes hin, der mit etwa 6 Meter Seitenlänge eher zu den kleineren Vertretern  seines Typs gehört haben dürfte. Der Durchmesser der ehemaligen  Ringmauer beträgt ungefähr 50 Meter. Aufgehendes Mauerwerk hat sich  nicht erhalten, jedoch zeugen noch einige Sandsteinquader von der  verschwundenen Innenbebauung.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege verzeichnet das Bodendenkmal als mittelalterlichen Burgstall.